Privacy getriebene Suche: was sie für ein Unternehmen in Deutschland wirklich bedeutet

Kurz gesagt

Niveau: Fortgeschritten

  • DuckDuckGo (0,99 %) und Ecosia (0,92 %) bringen zusammen rund 2 % der Suchverweise in Deutschland (StatCounter, Oktober 2026). Ecosia sitzt in Berlin und liegt hier fast gleichauf mit DuckDuckGo.
  • Die Links von DuckDuckGo kommen größtenteils von Bing, die von Ecosia zum Teil, und Brave crawlt nur, was der Googlebot darf. Gefunden werden ist also vor allem eine Aufgabe für robots.txt und Bing Webmaster Tools.
  • Die größere Verschiebung ist der Browser: Ein Viertel der deutschen Seitenaufrufe läuft in Safari oder Firefox, die Third Party Cookies ab Werk blockieren oder abschotten, und § 25 TDDDG verlangt für Werbetracking ein Ja.
  • Zähl Besuche der Privacy Suchmaschinen in deinen Serverlogs, nicht nur in der Analytics, und bau ehrliche, leichte Seiten für alle.

Privacy Suchmaschinen bekommen viel Aufmerksamkeit für einen kleinen Teil der Suche in Deutschland. Ich zeige, wie groß sie wirklich sind, warum du dort vor allem über Bing gefunden wirst und warum die Verschiebung, die für einen deutschen Shop zählt, im Browser und im Recht passiert ist, mit einem Hamburger Schreibwarenladen, der jeden Schritt durchrechnet.

Der Kern: Privacy Suche ist klein, privates Surfen nicht

Als ich diesen Artikel zum ersten Mal geschrieben habe, klang die Geschichte schmeichelhaft: Privacy Suchmaschinen wie DuckDuckGo, Brave Search und Kagi wachsen, ihre Nutzer sind anspruchsvoll, und wer früh für sie optimiert, gewinnt ein treues Publikum.

Davon bleibt wenig übrig. In Deutschland bringen die Privacy Suchmaschinen rund zwei von hundert Suchklicks. Die meisten leihen sich den Index von Bing oder Google, statt einen eigenen zu betreiben. Und ich habe keinen Beleg dafür gefunden, dass ihre Nutzer treuer oder markenbewusster sind, also ist diese Behauptung gestrichen.

Gewachsen ist etwas anderes, und zwar leise: Privatsphäre im Browser. Ein Viertel der Seitenaufrufe in Deutschland passiert in Browsern, die Third Party Cookies von Haus aus blockieren oder abschotten. Safari bremst inzwischen bekannte Fingerprinting Skripte aus, und das deutsche Recht verlangt für Werbetracking ein Ja. Diese Verschiebung betrifft jeden deiner Besucher, egal welche Suchmaschine ihn geschickt hat.

Dieser Artikel beantwortet deshalb eine Frage: Was bedeutet privacy getriebene Suche tatsächlich für ein Unternehmen in Deutschland, und was lohnt sich davon? Die kurze Antwort: Bei den Privacy Suchmaschinen gefunden zu werden ist vor allem eine Aufgabe für Bing. Das Vertrauen datenschutzbewusster Besucher zu gewinnen ist vor allem eine Aufgabe für die Seite selbst. Und messen kannst du beides ehrlich nur mit deinem eigenen Server, nicht allein mit deiner Analytics.

Ein erfundenes Unternehmen trägt alle Beispiele. Elbpapier ist ein Schreibwarenladen in Hamburg. Jonas führt ihn und verkauft Notizbücher, Füller und Tinte online unter elbpapier.example. Jede Zahl über Elbpapier ist ausgedacht. Die Marktzahlen, die Dokumentation der Suchmaschinen und das Recht sind echt und mit Fußnoten belegt.

Wie groß die Privacy Suchmaschinen in Deutschland wirklich sind

Die meistzitierte öffentliche Quelle für Marktanteile von Suchmaschinen ist StatCounter. Bevor du sie zitierst, lohnt ein Blick darauf, was sie misst. StatCounter zählt keine Suchen. Es zählt Verweise von Suchmaschinen, also Klicks von einer Ergebnisseite auf eine der Websites, die seinen Trackingcode eingebaut haben, laut StatCounter mehr als eine Million Websites weltweit.1 Ein Anteil bei StatCounter heißt also "Anteil der Klicks aus der Suche, die bei Websites in seinem Netzwerk ankommen", nicht "Anteil der Menschen, die diese Suchmaschine benutzen".

Für Oktober 2026 nennt StatCounter für Deutschland: Google 88,46 %, Bing 6,39 %, Yahoo 1,61 %, Yandex 1,36 %, DuckDuckGo 0,99 % und Ecosia 0,92 %. Darunter folgen zwei Portalsuchen deutscher Mailanbieter mit 0,14 % und 0,02 % sowie Qwant und Startpage mit je 0,04 %. Brave Search und Kagi tauchen in der deutschen Liste gar nicht auf.2

Anteil der Suchverweise in Deutschland, Oktober 2026Sechs Balken mit dem Anteil der Suchmaschinenverweise in Deutschland laut StatCounter für Oktober 2026: Google 88,46 %, Bing 6,39 %, Yahoo 1,61 %, Yandex 1,36 %, DuckDuckGo 0,99 %, Ecosia 0,92 %. Google überragt alles, die beiden Privacy Suchmaschinen kommen zusammen auf knapp 2 %.Anteil der Suchverweise in Deutschland, Oktober 20260 %25 %50 %75 %100 %88,5 %Google6,4 %Bing1,6 %Yahoo1,4 %Yandex1,0 %DuckDuckGo0,9 %EcosiaAnteil der Suchverweise in %Suchmaschine

Auf der waagerechten Achse stehen die sechs größten Suchmaschinen, die StatCounter für Deutschland ausweist. Die senkrechte Achse zeigt den Anteil jeder Suchmaschine an den Suchverweisen im Oktober 2026. Die Botschaft ist die Größenordnung: Google ist fast 90 Mal so groß wie DuckDuckGo (88,46/0,99=89,488{,}46 / 0{,}99 = 89{,}4), und die beiden Privacy Suchmaschinen in der Liste kommen zusammen auf 0,99%+0,92%=1,91%0{,}99 \% + 0{,}92 \% = 1{,}91 \%, also rund 2 %. Bing, das mehrere Privacy Suchmaschinen beliefert, ist mit großem Abstand der zweitgrößte Balken.

Auffällig ist Ecosia. Die Suchmaschine, die mit ihren Werbeeinnahmen Bäume pflanzt, ist eine GmbH mit Sitz in Berlin,3 und in Deutschland liegt sie fast gleichauf mit DuckDuckGo. Für jeden deutschen Shop verdient sie deshalb mehr Aufmerksamkeit, als ihr Ruf als Nischensuchmaschine vermuten lässt.

Zwei Einschränkungen. StatCounter misst nur auf Websites, die seinen Code einbinden. Und ein Browser, der Skripte von Dritten blockiert, wird womöglich nie gezählt. Ich würde deshalb erwarten, dass datenschutzbewusste Nutzer etwas unterschätzt werden, um einen Betrag, den dir niemand nennen kann. Aus 2 % werden dadurch trotzdem keine 20 %.

Die alte Fassung dieses Artikels behauptete, diese Suchmaschinen würden "stetig wachsen". Eine datierte Zeitreihe von StatCounter, die das für Deutschland zeigt, konnte ich nicht abrufen, also habe ich die Behauptung gestrichen, statt zu raten.

Rechenbeispiel: was die Anteile für Elbpapier bedeuten

Laut Serverlogs kommen bei Jonas jeden Monat 20.000 Besuche von Suchmaschinen an. Bevor er sich seine eigene Aufteilung ansieht, will er eine grobe Erwartung pro Suchmaschine.

Verhielten sich seine Besucher wie die Stichprobe von StatCounter, wären die erwarteten Besuche aus einer Suchmaschine seine Gesamtzahl mal deren Anteil:

ne=N×sen_e = N \times s_e

Dabei ist nen_e die erwartete Zahl der Besuche pro Monat aus der Suchmaschine ee, NN die Gesamtzahl der monatlichen Besuche aus der Suche, und ses_e der Anteil dieser Suchmaschine an den Verweisen, als Dezimalzahl geschrieben. Wie du einen Prozentwert in eine Dezimalzahl umwandelst und damit multiplizierst, steht in Grundlagen: Prozente.

Schritt für Schritt: DuckDuckGo 20.000×0,0099=19820.000 \times 0{,}0099 = 198. Ecosia 20.000×0,0092=18420.000 \times 0{,}0092 = 184. Bing 20.000×0,0639=1.27820.000 \times 0{,}0639 = 1.278.

Jetzt zum Wert dieser Besuche. Jonas' Conversion Rate aus der Suche liegt bei 2,0 %, sein durchschnittlicher Warenkorb bei 38 €. Der erwartete Monatsumsatz aus einer Suchmaschine ist Besuche mal Conversion Rate mal Bestellwert:

Re=ne×c×aˉR_e = n_e \times c \times \bar{a}

ReR_e ist der erwartete Monatsumsatz aus der Suchmaschine ee, nen_e die Besuche von oben, cc die Conversion Rate als Dezimalzahl und aˉ\bar{a} der durchschnittliche Bestellwert. Eine Conversion Rate ist eine Rate, siehe Grundlagen: Verhältnisse und Raten, und eine Wahrscheinlichkeit mal ein Ertrag ist ein Erwartungswert, siehe Grundlagen: Erwartungswert.

DuckDuckGo: 198×0,02×38=150,48198 \times 0{,}02 \times 38 = 150{,}48 € im Monat. Ecosia: 184×0,02×38=139,84184 \times 0{,}02 \times 38 = 139{,}84 €. Bing: 1.278×0,02×38=971,281.278 \times 0{,}02 \times 38 = 971{,}28 €.

Die beiden Privacy Suchmaschinen sind für Jonas also zusammen 150,48+139,84=290,32150{,}48 + 139{,}84 = 290{,}32 €, rund 290 € im Monat wert, vor Kosten. Damit lässt sich nicht viel Arbeit bezahlen. Interessant ist die Zahl von Bing, wie der nächste Abschnitt zeigt.

Die meisten Privacy Suchmaschinen leihen sich einen fremden Index

Eine Suchmaschine besteht aus zwei Hälften. Der Index ist der Katalog aller Seiten, die ein Crawler abgerufen und gespeichert hat. Das Ranking entscheidet, welche dieser Seiten zu einer Suchanfrage erscheinen und in welcher Reihenfolge. Einen Index des ganzen Webs aufzubauen ist enorm teuer, also kaufen die meisten Privacy Suchmaschinen Zugang zu einem und legen ihr eigenes Datenschutzversprechen darum.

Hier steht, was jede über sich selbst sagt. Das sind die Beschreibungen der Unternehmen, keine Prüfung.

DuckDuckGo sagt, es betreibe einen eigenen Crawler, DuckDuckBot, und viele Indizes, seine klassischen Links und Bilder kämen aber größtenteils von Bing.4 Ecosia sagt, seine Suchergebnisse und die zugehörigen Anzeigen kämen von Microsoft Bing, von Google und von EUSP, einem europäischen Index, den Ecosia zusammen mit Qwant aufgebaut hat, und welcher Anbieter dir angezeigt wird, hänge von deinem Land, deinem Gerät und deinen Cookie Einstellungen ab.5 Brave sagt, Brave Search laufe auf einem eigenen, von Grund auf gebauten Index.6 Kagi sagt, seine Ergebnisse kämen aus einem eigenen Web und News Index, ergänzt um anonymisierte Abfragen bei den großen Suchanbietern und bei Spezialquellen, typischerweise etwa ein Dutzend pro Suche.7 Startpage ist der andere Name, der oft fällt, und in Deutschland taucht er bei StatCounter sogar auf. Die Website hat mich die Dokumentation nicht lesen lassen, also sage ich nicht, was Startpage verwendet.

Das verändert, was "für Privacy Suche optimieren" heißt. Für DuckDuckGo und zum Teil für Ecosia ist die Frage schlicht, ob Bing deine Seiten hat. Brave hat einen eigenen Crawler mit einer ungewöhnlichen Regel: Er meldet sich nicht mit einem eigenen User Agent, und er crawlt keine Domain und keine Seite, die der Googlebot nicht crawlen darf.8 Brave folgt also dem, was deine robots.txt Datei Google erlaubt.

Ist eine Seite bei den Privacy Suchmaschinen auffindbar?Eine Prüfung von oben nach unten für eine Seite. Zuerst: Darf der Googlebot sie laut robots.txt crawlen? Wenn nein, lassen Google und Brave Search sie aus. Wenn ja: Darf auch bingbot sie crawlen? Wenn nein, fehlt die Seite bei Bing und damit in den meisten Ergebnissen von DuckDuckGo und in einem Teil von Ecosia. Wenn ja, kommt sie für Bing, DuckDuckGo, Ecosia und Brave in Frage, und es zählt nur noch die Qualität der Seite selbst.Eine Seite deiner WebsiteDarf der Googlebot sie lautrobots.txt crawlen?neinNein: Google und Brave Search lassensie beide aus.jaJa: Darf auch bingbot sie crawlen?neinNein: fehlt bei Bing, in den meistenErgebnissen von DuckDuckGo und in einemTeil von Ecosia.jaJa: kommt für Bing, DuckDuckGo, Ecosiaund Brave in Frage. Jetzt entscheidetdie Seite selbst.

Lies es von oben. Beide Fragen betreffen deine robots.txt, die einfache Textdatei im Wurzelverzeichnis einer Website, die Crawlern sagt, was sie abrufen dürfen. Erst wenn beide Antworten ja lauten, hat die Qualität der Seite überhaupt etwas zu sagen.

Rechenbeispiel: die robots.txt Regel, die Elbpapier vor DuckDuckGo versteckt hat

Jonas fällt auf, dass sein bester Ratgeber, der zur Wahl der richtigen Füllertinte, bei Google gut rankt und bei DuckDuckGo nirgends auftaucht. Er öffnet seine robots.txt. Ein Entwickler hat vor einem Jahr diese Zeilen eingetragen, um Scraper fernzuhalten:

User-agent: Googlebot
Allow: /

User-agent: *
Disallow: /

Schritt eins: Der Googlebot hat eine eigene Gruppe, und die erlaubt alles. Google crawlt die Website also, und weil Brave der Regel für den Googlebot folgt, darf Brave das auch.8

Schritt zwei: Bings Crawler, bingbot, hat keine eigene Gruppe. Bing hat erklärt, dass bingbot zuerst einer Gruppe folgt, die bingbot nennt, dann einer für msnbot, und sonst der Standardgruppe mit dem Sternchen.9 Die Standardgruppe verbietet hier alles. bingbot ruft also nichts ab.

Schritt drei: Die klassischen Links von DuckDuckGo kommen größtenteils von Bing.4 Kein Bing, kein DuckDuckGo. Ecosia zeigt manchen Nutzern Ergebnisse von Bing und anderen Ergebnisse von Google,5 also ist Jonas dort nur zeitweise sichtbar. Bei einem Ecosia Anteil von 0,92 % in Deutschland ist das kein Detail.

Die Lösung ist eine weitere Gruppe, oberhalb der Standardgruppe:

User-agent: bingbot
Allow: /

Danach importiert Jonas seine Website aus der Google Search Console in die Bing Webmaster Tools, was Bing ohne zweiten Verifizierungsschritt zulässt,10 und reicht dort seine Sitemap ein. Außerdem schaltet er IndexNow ein, ein Protokoll, mit dem eine Website teilnehmenden Suchmaschinen meldet, dass sich eine Seite geändert hat, und das jede Meldung an alle teilnehmenden Suchmaschinen weitergibt, Bing eingeschlossen.11 Die Einzelheiten stehen in meinem Artikel über IndexNow und Crawl Budget.

Bei dieser Regel ging es nie nur um 290 € im Monat. Die Korrektur hat auch die 971,28 € aus dem Bing Traffic des ersten Beispiels wieder geöffnet. Nach meiner Erfahrung ist das das häufigste Problem mit Privacy Suche: gar kein Rankingproblem, sondern eine Tür, die versehentlich zugefallen ist.

Was das Datenschutzversprechen abdeckt und was es für dich heißt

Jede Privacy Suchmaschine gibt dem Suchenden ein Versprechen. Es lohnt sich, diese Versprechen genau zu lesen, denn sie sagen dir als Websitebetreiber, was du bekommst und was nicht.

DuckDuckGo sagt, es speichere und teile deinen Such und Browserverlauf nicht, wenn du damit suchst, und seine Suchanzeigen richteten sich nach der Ergebnisseite, die du gerade ansiehst, nicht nach dir als Person.12 Brave sagt, Brave Search erstelle kein Profil von dir.6 Kagi sagt, es sei ein bezahlter Dienst, finanziert über Abos, ohne Werbung.13 Ecosias Datenschutzseite hat sich bei mir nicht geladen, also überlasse ich Ecosias Versprechen Ecosia.

Für ein Unternehmen folgen daraus drei Dinge.

Es gibt kein Publikum zu kaufen. Wenn eine Suchmaschine kein Profil des Suchenden anlegt, gibt es nichts zu retargeten und kein Segment "Leute, die sich für Schreibwaren interessieren". Bei DuckDuckGo passt die Anzeige nach eigener Aussage zur Suchanfrage, mehr nicht.12

Du bekommst die Suchanfrage nicht. Das gilt inzwischen für fast jede Suche, nicht nur für die Privacy Suchmaschinen. Klickt ein Besucher von einer Website auf eine andere, schickt der Browser einen Referer Header mit, die Adresse der Seite, von der er kommt. Die Standardregel moderner Browser schickt, wenn eine Website keine eigene setzt, bei einem Klick auf eine fremde Website nur den Ursprung, also https://duckduckgo.com/ und nicht die Suchbegriffe.14 Eine Website kann den Browser auch anweisen, gar nichts zu schicken, mit der Regel no-referrer.14 Dann sieht der Besuch aus, als hätte jemand deine Adresse eingetippt.

Die Landingpage wird zu deinem besten Hinweis. Du weißt, wo jemand angekommen ist, also weißt du ungefähr, was er wollte.

Ein Beispiel: Ein Besucher landet auf elbpapier.example/ratgeber/fuellertinte, und Jonas' Serverlog verzeichnet den Referrer https://duckduckgo.com/. Jonas kann nicht wissen, ob jemand "beste Füllertinte" oder "Tinte, die nicht durchs Papier schlägt" gesucht hat. Drei Dinge kann er wissen: Der Besucher kam von DuckDuckGo, er wollte den Tintenratgeber, und ob er danach etwas gekauft hat. Das reicht, um den Ratgeber zu beurteilen. Es reicht nicht, um ein Keyword zu beurteilen, und bei diesen Suchmaschinen wird es das auch nie.

Kagi ist die einzige Suchmaschine, die sagt, dass Tracker Rankings kosten

Der alte Artikel behauptete, Privacy Suchmaschinen würden "Websites mit übermäßigen Trackern oder aggressiver Werbung oft abstrafen". Von den Suchmaschinen, die ich geprüft habe, sagt das nur eine über sich selbst. In Kagis FAQ steht: "We downrank web pages that contain ads and trackers", Seiten mit Werbung und Trackern werden also herabgestuft.13 Außerdem lässt Kagi jeden Nutzer einzelne Websites in seinen eigenen Ergebnissen sperren, abwerten, aufwerten oder oben festpinnen, und zeigt an, wie viele Anzeigen und Tracker es auf einer Website gefunden hat.15 DuckDuckGo, Brave und Ecosia sagen auf den Seiten, die ich gelesen habe, nichts Vergleichbares, also habe ich die Behauptung auf Kagi eingeschränkt.

Kagi ist zu klein, um in der deutschen Liste von StatCounter aufzutauchen,2 also würde ich keine Website umbauen, nur um Kagi zu gefallen. Aber Kagi zeigt auf etwas, das sich für jeden Besucher lohnt: Ein Skript von Dritten kostet. Es macht die Seite langsamer, es braucht womöglich eine Einwilligung, und es schickt die Daten deines Besuchers an jemand anderen.

Rechenbeispiel: Jonas' Produktseite, Skript für Skript

Jonas' Produktseite für Tinte lädt neun Skripte von Dritten. Wir gehen sie einzeln durch und fragen, was jedes für ihn leistet.

  1. Analytics: jede Woche in Gebrauch. Bleibt, hinter der richtigen Einwilligung (dazu die nächsten Abschnitte).
  2. Ein Bewertungswidget: zeigt echte Kundenbewertungen. Bleibt.
  3. Das Skript des Zahlungsanbieters: nötig für den Checkout. Bleibt.
  4. Ein Chatwidget: zwei Gespräche in drei Monaten. Fliegt raus, stattdessen eine Mailadresse auf der Seite.
  5. Ein Tool für Sitzungsaufzeichnungen: seit der Installation hat es niemand geöffnet. Fliegt raus.
  6. Ein Social Media Pixel: füttert eine Retargeting Zielgruppe, die Jonas seit dem letzten Frühjahr nicht mehr bewirbt. Fliegt raus.
  7. Ein zweites Social Pixel, für eine Plattform, auf der er nie geworben hat. Fliegt raus.
  8. Ein altes Affiliate Tracking Tag aus einem Programm, das längst beendet ist. Fliegt raus.
  9. Ein Loader für Webfonts: die Markenschrift. Bleibt vorerst, und als Nächstes liefert er sie von seiner eigenen Domain aus.

Aus neun Skripten werden vier. Das Seitengewicht sinkt von 1,9 MB auf 1,2 MB. Die prozentuale Veränderung ist:

Δ%=vnew−voldvold×100\Delta\% = \frac{v_{\text{new}} - v_{\text{old}}}{v_{\text{old}}} \times 100

Δ%\Delta\% ist die prozentuale Veränderung, vnewv_{\text{new}} das Seitengewicht nach dem Aufräumen und voldv_{\text{old}} das Seitengewicht davor. Siehe Grundlagen: Prozente.

Schritt für Schritt: (1,2−1,9)/1,9=−0,368(1{,}2 - 1{,}9) / 1{,}9 = -0{,}368, ein Rückgang um 36,8 %. Ob Kagi das merkt, weiß ich nicht. Jeder Besucher im vollen Regionalzug nach Harburg merkt es. Warum Geschwindigkeit fürs Ranking und für den Umsatz zählt, steht in Core Web Vitals und User Experience.

Die größere Verschiebung ist im Browser passiert

Suchmaschinen entscheiden, ob ein Besucher dich findet. Browser entscheiden, was du über diesen Besucher erfahren kannst, sobald er da ist, und genau dort hat sich beim Datenschutz am meisten getan.

Safari blockiert Third Party Cookies seit März 2020 standardmäßig.16 Ein Third Party Cookie ist eines, das eine andere Domain setzt als die Website, auf der du gerade bist, die Art Cookie, mit der Werbenetzwerke einen Browser über viele Websites hinweg wiedererkennen. Firefox gibt jeder Website einen eigenen, getrennten Cookie Speicher, sodass das Cookie eines Trackers einem Besucher nicht von Website zu Website folgen kann, und hat das 2022 für alle Desktopnutzer weltweit zum Standard gemacht.17 Der private Modus von Safari entfernt außerdem bekannte Trackingparameter aus Links und blockiert bekannte Tracker.18 Und seit Safari 26, erschienen im September 2025, hindert Safari bekannte Fingerprinting Skripte daran, Gerätedetails wie Bildschirmgröße und Zahl der CPU Kerne zuverlässig auszulesen, langlebige Cookies oder Local Storage zu setzen und Abfrageparameter und den Referrer zu lesen.19 Der Browser Brave blockiert mit seinen Shields Werbung und Tracker von Dritten sowie websiteübergreifende Cookies.20

Chrome ist den anderen Weg gegangen. Google hat seinen Plan aufgegeben, Third Party Cookies abzuschaffen, und den Großteil der Technik eingestellt, die sie ersetzen sollte, in Ankündigungen vom Juli 2024, April 2025 und Oktober 2025.212223 Diese Chronologie und was sie für deine eigenen Daten bedeutet, erkläre ich in First Party Data mit SEO mergen, deshalb wiederhole ich sie hier nicht.

Die Browserzahlen von StatCounter für Deutschland im Oktober 2026, gezählt als Seitenaufrufe auf Websites mit seinem Code, lauten: Chrome 57,97 %, Safari 17,70 %, Firefox 7,52 %, Edge 7,36 %, Samsung Internet 4,37 %, Opera 3,22 % und Brave 0,52 %.24

Safari blockiert Third Party Cookies standardmäßig, Firefox schottet sie standardmäßig ab. Der Anteil der deutschen Seitenaufrufe in einem dieser beiden Browser ist die Summe ihrer Anteile:

sprotected=sSafari+sFirefoxs_{\text{protected}} = s_{\text{Safari}} + s_{\text{Firefox}}

sprotecteds_{\text{protected}} ist der Anteil der Seitenaufrufe in einem Browser, der Third Party Cookies von Haus aus schützt, sSafaris_{\text{Safari}} und sFirefoxs_{\text{Firefox}} sind die Anteile der beiden Browser. Wie man Anteile an einem Ganzen addiert, steht in Grundlagen: Prozente.

Schritt für Schritt: 17,70%+7,52%=25,22%17{,}70 \% + 7{,}52 \% = 25{,}22 \%. Ein Viertel der deutschen Seitenaufrufe, bevor ein einziger Besucher in einem Banner auf "Ablehnen" geklickt hat, und ohne alle, die in Chrome die Einstellungen geändert oder einen Blocker installiert haben. Firefox trägt in Deutschland dazu fast ein Drittel bei, 7,52/25,22=0,307{,}52 / 25{,}22 = 0{,}30. Nimmst du Brave dazu, sind es 25,22%+0,52%=25,74%25{,}22 \% + 0{,}52 \% = 25{,}74 \%. Vergleich das mit den rund 2 % der Suchverweise aus den Privacy Suchmaschinen. Die Verschiebung, die für Jonas zählt, betrifft nicht, wo die Leute suchen. Sie betrifft, was ihr Browser ihm erlaubt, sobald sie da sind.

Das deutsche Recht setzt die Untergrenze, egal was der Browser zulässt

Browser entscheiden, was technisch geht. Das Recht entscheidet, was erlaubt ist, und in Deutschland braucht Werbetracking ein Ja, ganz unabhängig davon, welcher Browser es blockiert.

Die Regel ist § 25 des Telekommunikation Digitale Dienste Datenschutz Gesetzes (TDDDG). Absatz 1 sagt: Die Speicherung von Informationen in der Endeinrichtung des Endnutzers oder der Zugriff auf Informationen, die dort bereits gespeichert sind, sind nur zulässig, wenn der Endnutzer auf der Grundlage klarer und umfassender Informationen eingewilligt hat. Absatz 2 kennt nur zwei Ausnahmen, und die für Websites wichtige greift, wenn Speichern oder Zugriff unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst zur Verfügung stellen kann.25 Endeinrichtung ist das Handy oder der Laptop deines Besuchers.

Wie eng das gemeint ist, hat die Datenschutzkonferenz (DSK), die gemeinsame Runde der Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, in ihrer Orientierungshilfe für Anbieter digitaler Dienste aufgeschrieben. Selbst die einfache Messung von Besucherzahlen gehört nicht per se zum Dienst, den der Besucher aufgerufen hat. Ob eine Reichweitenmessung ohne Einwilligung zulässig ist, lässt sich allenfalls für eine genau definierte Konfiguration und einen genau definierten Zweck sagen. Und die Wirtschaftlichkeit von Werbeanzeigen dient laut DSK im Regelfall nur den Interessen des Websitebetreibers, nicht dem Wunsch des Besuchers.26 Eine allgemeine Ausnahme für Statistik kennt § 25 nicht.25

Dazu kommt die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO), die personenbezogene Daten selbst regelt. Nach Artikel 4 Nummer 1 ist eine Person auch dann identifizierbar, wenn sie indirekt über eine Online Kennung bestimmt werden kann, und Erwägungsgrund 30 nennt IP Adressen ausdrücklich als solche Kennungen.27 Das ist für die Messung im nächsten Abschnitt wichtig, denn Serverlogs enthalten IP Adressen.

Die Einwilligungsregeln wiederhole ich hier nicht vollständig. Banner, Ausnahmen und was wann feuert stehen in Cookies, Consent und das ePrivacy Chaos, die technische Seite in Event Tracking und Consent Mode.

Ein Beispiel: Von Jonas' vier verbliebenen Skripten ist das Zahlungsskript unbedingt erforderlich für einen Kauf, den der Besucher ausdrücklich will.25 Die Analytics wartet auf ein Ja, es sei denn, Jonas kann für eine genau definierte Konfiguration und einen genau definierten Zweck begründen, warum sie zum gewünschten Dienst gehört, und das ist ein schmaler Grat.26 Hätte er die Social Pixel behalten, hätten sie ohne jede Ausnahme eine Einwilligung gebraucht, weil Werbung dem Betreiber dient und nicht dem Besucher.26

Miss die Privacy Suchmaschinen auf deinem eigenen Server

Wenn du wissen willst, was DuckDuckGo oder Brave Search dir tatsächlich schicken, ist deine Analytics nicht der erste Ort, an dem du nachsehen solltest. Sie sieht nur Besucher, deren Browser ihr Skript ausführt und die es zugelassen haben. Dein Webserver sieht jede Anfrage.

Die Methode ist schlicht. Nimm einen Monat Server Access Logs. Behalte nur Anfragen nach HTML Seiten, keine Bilder und Skripte, und wirf bekannte Bots heraus. Gruppiere den Rest nach dem Ursprung im Referer Header. Dann vergleiche die Zahl jeder Suchmaschine mit dem, was deine Analytics für dieselbe Suchmaschine im selben Monat meldet. Die DSK nennt das Zählen von Seitenabrufen auf Basis von Logfiles ohne personenbezogene Daten übrigens selbst als die schlichteste Form, Reichweite zu erfassen.26

Geh dabei sorgfältig vor. Nach der DSGVO kann eine IP Adresse in einem Log ein personenbezogenes Datum sein.27 In den Shops, an denen ich gearbeitet habe, behalte ich die aggregierten Zahlen und lasse die Rohlogs nach einer kurzen, festgelegten Frist auslaufen.

Rechenbeispiel: Elbpapiers Oktober, Logs gegen Analytics

Jonas' Serverlogs für Oktober zeigen Seitenanfragen mit diesen Referrer Ursprüngen: Google 17.700, Bing 1.280, DuckDuckGo 200, Ecosia 180 und Brave Search 45. Seine Analytics zeigt Sitzungen von denselben Suchmaschinen: Google 10.800, Bing 740, DuckDuckGo 54, Ecosia 54 und Brave Search 10.

Welchen Anteil der Besuche einer Suchmaschine seine Analytics sieht, ist ein einfaches Verhältnis:

ve=aelev_e = \frac{a_e}{l_e}

vev_e ist der sichtbare Anteil für die Suchmaschine ee, aea_e die Sitzungen, die die Analytics von ihr erfasst hat, und lel_e die Seitenanfragen, die der Server von ihr protokolliert hat. Ein Verhältnis von Ereignissen zu Gelegenheiten erklärt Grundlagen: Verhältnisse und Raten.

Schritt für Schritt: Google 10.800/17.700=0,6110.800 / 17.700 = 0{,}61. Bing 740/1.280=0,58740 / 1.280 = 0{,}58. DuckDuckGo 54/200=0,2754 / 200 = 0{,}27. Ecosia 54/180=0,3054 / 180 = 0{,}30. Brave Search 10/45=0,2210 / 45 = 0{,}22.

Anteil der Suchbesuche, den die Analytics sieht, nach SuchmaschineFünf Balken für Elbpapier im Oktober: der Anteil der im Server protokollierten Besuche jeder Suchmaschine, die auch in der Analytics auftauchen. Google 61 %, Bing 58 %, DuckDuckGo 27 %, Ecosia 30 %, Brave Search 22 %. Besucher von den Privacy Suchmaschinen sind für die Analytics deutlich weniger sichtbar.Elbpapier, Oktober, erfundene Zahlen0 %25 %50 %75 %100 %61 %Google58 %Bing27 %DuckDuckGo30 %Ecosia22 %BraveSearchIn der Analytics sichtbare Besuche in %Suchmaschine

Die waagerechte Achse zeigt die fünf Suchmaschinen aus Jonas' Logs. Die senkrechte Achse ist der Anteil der protokollierten Besuche jeder Suchmaschine, den auch die Analytics erfasst hat. Die Botschaft: Die Analytics sieht etwa sechs von 10 Google Besuchern, aber nur rund ein Viertel derer, die von den Privacy Suchmaschinen kommen. Ein Teil davon ist fehlende Einwilligung, ein Teil Blockieren, und Jonas kann beides nicht trennen. Zwei Einschränkungen, bevor er darauf reagiert. Eine Seitenanfrage und eine Sitzung sind nicht genau dasselbe, die Verhältnisse sind also grob. Und 45 Besuche von Brave Search sind eine kleine Zahl, der nächste Monat kann leicht anders aussehen.

Nützlich ist es trotzdem. Würde Jonas DuckDuckGo nur nach seiner Analytics beurteilen, hielte er es für eine Quelle von 54 Besuchern im Monat. Sein Server sagt 200. Für jeden Kanal, dessen Nutzer ihre Privatsphäre schützen, sind deine eigenen Logs und deine eigene Bestelldatenbank die ehrliche Zählung. Wie du beides zusammenführst, steht in Server Side Tracking.

Ehrliche Seiten sind die eigentliche Optimierung

Den besten Instinkt des alten Artikels behalte ich: für Menschen schreiben und gestalten, die es nicht mögen, manipuliert zu werden. Ich behalte ihn ohne die Behauptung, datenschutzbewusste Nutzer seien messbar treuer, denn dafür habe ich keine Quelle gefunden. Das Argument braucht sie auch nicht. Eine Seite ohne falsche Dringlichkeit, ohne vorausgefüllte Häkchen und ohne Pop up, das den Leser überfällt, ist für alle eine bessere Seite, und in Deutschland sind mehrere dieser Tricks zusätzlich ein rechtliches Problem. Die rechtliche Seite steht in DSGVO Dark Patterns.

Praktisch heißt das vier Dinge. Überschriften, die sagen, was die Seite liefert. Eine Antwort auf die Frage des Suchenden vor jedem Angebot. Eine Einwilligung, um die klar gefragt wird, mit Nein als gleichwertiger Wahl. Und weniger Skripte, wie im Beispiel mit der Produktseite.

Rechenbeispiel: das Pop up, das Jonas abgeschaltet hat

Jonas' Website zeigte bei jedem ersten Besuch nach drei Sekunden ein Newsletter Pop up. In drei Monaten brachte es 260 Anmeldungen aus 20.000 Erstbesuchen, und 30 % dieser Leute haben sich innerhalb von 90 Tagen wieder abgemeldet.

Er ersetzt es durch ein schlichtes Angebot am Ende jedes Ratgebers: eine druckbare Vergleichstabelle für Tinten per Mail, mit dem Newsletter als separatem, nicht angekreuztem Kästchen. In den drei Monaten danach, bei denselben 20.000 Erstbesuchen, kommen 210 Anmeldungen zusammen, und 12 % melden sich innerhalb von 90 Tagen ab.

Die Abonnenten, die nach 90 Tagen noch dabei sind:

k=n×(1−u)k = n \times (1 - u)

kk ist die Zahl der gehaltenen Abonnenten, nn die Zahl der Anmeldungen und uu der Anteil, der sich innerhalb von 90 Tagen abgemeldet hat, als Dezimalzahl. Wie du mit einem Anteil und seinem Gegenstück rechnest, steht in Grundlagen: Prozente.

Schritt für Schritt: mit dem Pop up 260×(1−0,30)=182260 \times (1 - 0{,}30) = 182. Mit dem Angebot am Ende des Ratgebers 210×(1−0,12)=184,8210 \times (1 - 0{,}12) = 184{,}8, also etwa 185.

Weniger Anmeldungen, gleich viele Menschen, die wirklich von ihm hören wollen, und kein Besucher, der beim Ankommen überfallen wird. Diesen Tausch würde ich jedes Mal machen. Die Zahlen sind erfunden, nimm sie also als Methode, nicht als Versprechen, und rechne denselben Vergleich mit deinen eigenen Zahlen, bevor du entscheidest.

Was ich tun würde, in dieser Reihenfolge

Wenn Jonas mich fragen würde, wo er anfangen soll, wäre das meine Reihenfolge.

  1. Lies die robots.txt und stell sicher, dass Googlebot und bingbot jede Seite erreichen, die gefunden werden soll. Diese eine Datei entscheidet über Google, Bing, den Großteil von DuckDuckGo, einen Teil von Ecosia und Brave Search.4589
  2. Importiere die Website aus der Search Console in die Bing Webmaster Tools, reiche die Sitemap ein und schalte IndexNow ein.1011
  3. Zähl die Suchverweise einmal im Monat aus deinen Serverlogs, nach Suchmaschine, und behalte nur die Summen.27
  4. Wirf jedes Skript von Dritten raus, das seinen Platz nicht mehr verdient, und stell den Rest hinter die richtige Einwilligung.2526
  5. Schreib Seiten, die zuerst antworten und dann anbieten, mit der Einwilligung als klarer, getrennter Wahl.
  6. Erst dann denk über die Privacy Suchmaschinen als eigenen Kanal nach. Für die meisten deutschen Shops, die ich sehe, sind sie beim Umsatz ein Rundungsfehler, Ecosia eingeschlossen, und eine nützliche Erinnerung daran, was jeder Besucher inzwischen erwartet.

Privacy getriebene Suche handelt am Ende weniger von einer Handvoll kleiner Suchmaschinen als von einem Web, in dem ein Viertel der Seitenaufrufe in Browsern passiert, die Tracking standardmäßig blockieren, in dem das Recht zuerst fragt und in dem Besucher merken, ob eine Seite sie respektiert. Optimier dafür, dann kommen die Privacy Suchmaschinen von selbst mit.

Quellen

Footnotes

  1. StatCounter Global Stats, FAQ (Suchmaschinenverweise und Größe des Netzwerks), StatCounter, https://gs.statcounter.com/faq

  2. StatCounter Global Stats, Search engine market share Germany, Oktober 2026, StatCounter, 2026, https://gs.statcounter.com/search-engine-market-share/all/germany

  3. Deutscher Bundestag, Lobbyregister, Registereintrag R004327, Ecosia GmbH, Gerichtstraße 23, 13347 Berlin, https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R004327

  4. DuckDuckGo, Where do DuckDuckGo search results come from?, DuckDuckGo Help Pages, https://duckduckgo.com/duckduckgo-help-pages/results/sources

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  6. Brave, Brave Search, Brave Software, https://brave.com/de/search/

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  10. Bing Webmaster Tools Team, Easily verify your site in Bing Webmaster Tools by importing from Google Search Console, Bing Blogs, 13. September 2019, aktualisiert im Juni 2025, https://blogs.bing.com/webmaster/september-2019/Import-sites-from-Search-Console-to-Bing-Webmaster-Tools

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  23. Anthony Chavez, Update on plans for Privacy Sandbox technologies, Google Privacy Sandbox, 17. Oktober 2025, https://privacysandbox.google.com/blog/update-on-plans-for-privacy-sandbox-technologies

  24. StatCounter Global Stats, Browser market share Germany, Oktober 2026, StatCounter, 2026, https://gs.statcounter.com/browser-market-share/all/germany

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  26. Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK), Orientierungshilfe der Aufsichtsbehörden für Anbieter:innen von digitalen Diensten (OH Digitale Dienste), Version 1.2, Randnummern 74 bis 81 und 87 bis 90, DSK, November 2024, https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/oh/OH_Digitale_Dienste.pdf

  27. Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz Grundverordnung), Artikel 4 Nummer 1 und Erwägungsgrund 30, EUR Lex, 2016, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32016R0679

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